
Die
TAXIM-Story beginnt im fernen 1977 mit der Versendung von Mailorder-Katalog
Nr. 1. Die Bremer TAXIM-Gründer Hans-Hermann Pohle und Bernd Jürgen
Link sowie die ihnen zur Seite stehenden Mitarbeiter verfolgen den programmatischen
Ansatz, "ihre" Lieblingsmusik in Form der jeweils relevanten Vinyl-Scheiben
auch den hiesigen Musik- und Plattenfreunden zugänglich zu machen: vorwiegend
anglo-amerikanischer Rock, Blues, Country und Folk - damals in den Plattenläden
nur schwer erhältlich. Und das Konzept der TAXIM-Pioniere hatte Erfolg.
Nicht nur in Deutschland gab es Musikhungrige, denen die TAXIM-Kataloge rasch
zu vertrauten Begleitern und Inspirationsquellen für musikalische Entdeckungsreisen
wurden. Das kenntnisreich und liebevoll präsentierte Katalogangebot kam
auch in anderen Ländern an, die TAXIM-Klientel wurde international. Viele
der ursprünglichen TAXIM-Kunden sind es bis heute geblieben.
Die TAXIM-Crew hat im Laufe dieser mehr als zwei Jahrzehnte Firmengeschichte
einiges bewegt: beispielsweise war das legendäre TAXIM-Magazin nicht nur
für die redaktionell hauptverantwortlichen Macher Rolf Hannet, Hans-Hermann
Pohle und Arne Schumacher ein Objekt ihrer eigenen musikalischen Kenner- und
Leidenschaft. Uneitles Sendungsbewußtsein und inhaltliche Begeisterung
vermittelte sich auch für viele Leser und Abonnenten. Noch heute bedauern
langjährige Kunden, daß das Magazin-Projekt nach einigen Jahren und
immerhin 29 Ausgaben aus Zeit- und Kostengründen wieder eingestellt werden
mußte.
TAXIM RECORDS heute - das sind vor allem die Label TAXIM
und DARK REIGN sowie das Schwesterlabel HERMAN's.
In acht Jahren wurden mehr als 100 Produktionen aus den Bereichen Blues, Roots-Rock
und Country/Folk veröffentlicht. Die Aktivitäten in und um den Labelbereich
nehmen heute zusammen mit dem noch immer intensiven Mailorder-Betrieb einen
wesentlichen Teil der Arbeitsenergien in Anspruch. Auch wenn die Situation für
viele kleine Labels immer härter wird, ist die Arbeit mit Künstlern
wie Buick 6, Peter Lewis, Bugs Henderson, Chris Darrow oder Steve Postell immer
wieder Inspiration und Motivation.
Und was heißt nun eigentlich "Taxim" (die Betonung
liegt übrigens auf der zweiten Silbe...)? Ja, es ist zunächst ein
ouvertürenähnliches Stück der arabischen Musikwelt, dann aber
auch eine Komposition der Sixties-Ethnorock-Pionierband Kaleidoscope. Dieser
Band um Chris Darrow gelang es als einer der wenigen Formationen der frühen
Rockgeschichte, die unterschiedlichsten Stilbereiche aus Ost und West zusammenzuführen.
Bildhaft gesprochen: auf den Bahnen des roten X
im TAXIM-Firmenlogo kreuzen sich die vielfältigen Klänge des Angebots
aus Label-Repertoire und Mailorder-Katalog.
Auch wenn die Musikwelt der ausgehenden neunziger Jahre nicht mehr dieselbe
ist, wie die der "Gründerzeit", gibt es immer noch eine musikalische
Kontinuität. Das heutige TAXIM-Angebot versucht, neben dem Aufgreifen neuer
Entwicklungen, eben dieser Kontinuität Rechnung zu tragen - auch wenn die
zumindest partielle "historische" Bewertung von populärer Musik
zunehmends ins Hintertreffen zu geraten scheint. TAXIM legt in diesem Sinne
Wert auf Qualität und Beständigkeit. Das Angebot bietet daher, ganz
im Sinne der musikbegeisterten Kundschaft, auch eine Orientierungshilfe für
das immer unübersichtlichere Musik-Geschehen der Gegenwart. Das heutige
TAXIM-Team wünscht sich jedenfalls für die Zukunft: inspirierende
Musikerlebnisse, Kontinuität und mehr (Medien-) Öffentlichkeit für
Qualität.

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