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Sreamin' Cheetah Wheelies
Shakin' the Blues

katalog-nr.dr 0007
rock/blues - 2002


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  1. Boogie King (Mike Farris) 3:58
  2. Shakin' the Blues (Mike Farris/Rick White) 3:13
  3. One Big Drop Of Water (Bobby Watkins) 5:24
  4. 25 Miles (Edwin Star) 4:14
  5. People (Burgess/White/Watkins/Farris/Thomas) 6:00
  6. High Time We Went (Joe Cocker) 4:24
  7. More Than I Can Take (Mike Farris/Rick White) 6:23
  8. Right Place Wrong Time (Mac Rebenack) 4:31
  9. Little Red Rooster (Willie Dixon) 7:38
  10. Love Is The Color (Burgess/White/Watkins/Farris/Thomas) 4:38
  11. Leave Your Pride At The Front Door (Mike Farris/Rick White) 13:18
  12. Rubbermaid Fiancee (Burgess/White/Watkins/Farris/Thomas) 3:58

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Screamin' Cheetah Wheelies

Southern Rock - viele falsche Vorstellungen verbinden sich heute wieder mit diesem Begriff. Das reicht vom plattem Rassismus-Vorurteil bis zum Klischee von intellektfreien Macho-Posen. Eines sollte aber jedem nach etwas Beschäftigung mit dem Thema klar sein: nur die Musik ist bei diesem Thema die Message. Musik, die vor allem von einem Faktor geprägt ist: Ehrlichkeit. Keinem echten Southern Rocker geht es darum, sich beim Mainstream anzubiedern, jeder ist jedoch seiner - auch geographischen - Identität und Herkunft verpflichtet und zieht daraus sein Selbstbewußtsein, egal welcher Southern Rock-Spielart er angehören mag. Auch die Screamin' Cheetah Wheelies sind Südstaaten-Rebellen in diesem Sinne. Sie kommen aus Tennessee, trinken aber nicht Jack sondern Dickel, machen Southern Rock im weitesten Sinne und gehören mit Bands wie The Black Crowes, Widespread Panic und Gov't Mule zur Speerspitze jener Bands, welche die Flagge der Konförderierten zumindest symbolisch hochhalten, ohne dabei in dumpfes Lokalpatriotentum zu verfallen. Es gibt die Band seit ca. 12 Jahren. Mit SHAKIN' THE BLUES veröffentlicht DARK REIGN sie so, wie sie am besten sind - live on stage.

Eines gleich vorab: SCW ist ein Bandname, der sich nicht etwa auf exotisches Süddstaatler-Junkfood bezieht, sondern ein Gag aus einem Cartoon von Gary Larsen, also dem Kult-Typ, dessen "Far Side"-Jahreskalender lange Zeit die Schreibtische jedes anständigen Amerikaners geziert haben. Die Besetzung der Band heute: Mike Farris (Gesang, Gitarre, Harp), Rick White, Bobby Watkins (Gitarren), Steve Burgess (Bass), Terry Thomas (Drums). No keyboards, please....

Gegründet wurde die Band 1990 in Nashville und sie klingen auch heute nicht puristisch, sondern nach Classic Southern Rock mit deftigen Anteilen Heavy Rock, Blues und Jamrock. Das macht eine simple Klassifizierung einerseits schier unmöglich, andererseits spielt diese Band wie aus einem Guß und ist unprätentiös bis ins Mark. Ihre Plattenkarriere starteten die SCW 1993 auf dem Atlantic label, 1994 erschien ihr erstes Album "Screamin' Cheetah Wheelies" und erhielt jede Menge Airplay im US Rockradio. Non-Stop-Tourneen taten ein übriges, um eine starke Fanbase aufzubauen und der Song "Shakin' The Blues" wurde zu einem formidablen Top 10-Hit. Album Nr. 2 und 3, "Magnolia" und "Big Wheel" erschienen dann auf dem archetypischen Southern Rock-Label Capricorn und die Band erarbeitete sich live eine Chemie, die ihnen heute das gewisse "Etwas" verleiht. Eine große Fanbase reist über große Entfernungen zu den Auftritten der Band - ganz wie es das Klischee von der großen Identifikation der Südstaaten-Rocker mit ihrem Publikum auch umgekehrt gebietet. "Unsere Fans sind das Lebensblut dieser Band", sagt Bassist Steve Burgess dazu - Kommentar überflüssig. SHAKIN' THE BLUES ist Album Nummer fünf der Screaming Cheetah Wheelies und ihr zweites Live-Album nach dem 2001er Set "Live Volumes 1 & 2".

Die Typen von SCW sind allesamt Team-Spieler und man hört genau, wie groß ihr gegenseitiges Verständnis ist. Es ist eigentlich die alte Geschichte vom Rock'n'Roll der Leben retten kann. Southern Rock scheint es dann sogar sehr lebenswert zu machen, zumindest für diese Band. Auch wenn der alternative Rock'n'Roll Lifestyle umarmt wird, gibt die Südstaaten-Identität doch noch mehr her als oberflächliches Rebellentum. Es ist bei den meisten Südstaaten-Rockern jede Menge Emotion im Spiel, wahrhaftiges Gefühl, das sich zwar auch in einem einfachen Boogie wie "Boogie King" niederschlagen kann, doch seine wahre Tiefe eher in Nummern wie dem intensiv bluesigen "Little Red Rooster" offenbart.

Überhaupt haben die Wheelies eine Vorliebe für interessante Covers. Songs wie "Right Place, Wrong Time" von Dr. John, "25 Miles" von Edwin Starr oder "High Time We Went" von Joe Cocker zeigen, dass hier schwarz und weiß völlig integriert sind. Viele der modernen Bands aus dem Süden - selbst die Dave Matthews Band oder Bottle Rockets - addressieren zumindest indirekt und unterschwellig die Themen des alten Südstaaten-Schuldkomplexes, auch SCW tun das: laut und ohne Nostalgie. Es besteht eine ehrliche und sehr kraftvolle Verbindung zwischen Band und Publikum. Eine Verbindung, die ohne Integrität nicht möglich wäre.

Die neuen Southern Rocker haben ihr Publikum nicht unbedingt in den großen Städten, sondern überall dort, wo es ein mentales Roots-Bewußtsein gibt und das H.O.R.D.E.-Festival als ein Musik-Highlight des Jahres gilt. Das funktioniert dann auch ohne MTV und die Mainstream-Musikpresse - auch dafür steht der Erfolg der Wheelies. Sie lassen mit ihrem selbstwußten Sound den rebellischen Geist von Lynyrd Skynyrd wieder aufleben, doch der Zorn von Ronnie van Zandt ist hier einer Entschlossenheit gewichen, die sich vor allem in der Stimme von Mike Farris ausdrückt. Egal ob Hard Rock, Heavy Rhythm & Blues, Blues oder klassischer Southern-Gitarrenrock, die Seele dieser Band verändert sich nicht wirklich und prägt alles, was sie spielen. Enthusiasmus und Power kommen dazu und machen SHAKIN' THE BLUES "live"zu einem lohnenden Album für alle, die sich dieser Art klassischer Rockmusik nicht verschließen und es auch nicht wollen bzw. können. Play it loud!

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