Billy C Farlow & Bleu Jackson
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Billy C. Farlow & Bleu Jackson
Good Whiskey

katalog-nr. tx 1058
blues - 2004

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  1. Poison Love (Bleu Jackson/Fred James) 4:05
  2. Go Get Your Monkey (Billy C Farlow) 4:16
  3. Hard Place to Be (Bleu Jackson) 4:21
  4. Good Whiskey (Billy C Farlow) 3:52
  5. What Have I Done (Billy C Farlow) 4:22
  6. Move It (Bleu Jackson) 3:35
  7. Alabama (Billy C Farlow) 4:07
  8. Shady Muscadine (Billy C Farlow/Dave Gallaher) 2:51
  9. Flood in Misippi (Bleu Jackson/Fred James) 7:41
  10. No More Time in the World (Bleu Jackson) 5:08
  11. Lions in the Jungle (Billy C Farlow) 4:35
  12. Indevilment (Bleu Jackson) 4:35
  13. Down at the Levee (Bleu Jackson) 4:10
  14. Set ‘Em Up (Billy C Farlow) 3:27

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Billy C. Farlow & Bleu Jackson

Eines vorweg - unterwegs in "göttlicher Mission" wie die Blues Brothers sind Billy C Farlow & Bleu Jackson wohl nicht. Sie begegnen auf der Blues-Reise ihres Lebens eher jeder Menge Whiskeyflaschen und Frauen, die meist nichts Besseres zu tun haben, als Männern den Kopf zu verdrehen. Von "Whiskey and Women" sang schon einst der selige John Lee Hooker ziemlich überzeugend. Farlow & Jackson tun es ihm auf ihre Art gleich.

Doch das ist natürlich nicht alles. Das Terrain von Farlow & Jackson ist immerhin der tiefe Süden und sie fühlen sich der musikalischen desselben verpflichtet. Auch ihr zweites Duo-Album (nach "Blue Highway") kündet davon: "Good Whiskey" bringt 14 neue Eigenkompositionen des Duos zwischen tiefem Delta-Blues ("Flood in Mississippi"), sattem R & B ("Good Whiskey") und allen Stilvarianten dazwischen. Eingespielt in Nashville unter federführender Mitwirkung von Produzent und Multi-Instrumentalist Fred James, knüpft "Good Whiskey" ganz formidabel an das Vorgänger-Album "Blue Highway"an. Bereits hier konnte man sich von der Authentizität und dem Können des Duos überzeugen, wenngleich ihre neuen Songs elektrischer und druckvoller daherkommen als das vorwiegend akustische "Blue Highway". Die Atmosphäre ist gleichermaßen dicht und stimmig. Zahlreiche Verweise auf die Blues- und R & B-Traditionen lassen nie Zweifel darüber aufkommen, wo die Musik geographisch einzuordnen ist und auch der Spaßfaktor kommt nicht zu kurz. Dafür stehen Farlow & Jackson: Zwei Männer mit "tongue in cheek"-Talenten könnte man sagen, denn nicht alles ist so ernst gemeint wie es zunächst scheint und mancher Derbheit liegt eindeutig ein Augenzwinkern zugrunde.

Harp-Spieler, Sänger und Gitarrist Billy C Farlow ist ein Musiker-Original mit großer Vergangenheit. Aufgewachsen in Alabama, Indiana und Texas war der Südstaaten-R & B schon als Teenager seine große Liebe. Inspiriert von weißen und schwarzen Vorbildern gleichermaßen, schrieb Farlow früh eigene Songs. Als es seine Familie in den frühen Sechzigern nach Detroit zog, gab es kein Halten mehr. Es war die Zeit des Blues-Revivals und so kam es in den Coffeehouses und Blues-Clubs der Stadt zu zahlreichen Begegnungen mit Legenden wie John Lee Hooker, Sippie Wallace und Big Joe Williams.

1966 dann die erste Band: Billy C & The Sunshine, eine in Michigan sehr angesagte Combo, die auf alle lokalen Größen der Zeit traf - von MC 5 bis zu Mitch Ryder's Detroit Wheels, besonders wichtig die Freundschaft zum legendären Blues-Drummer Sam Lay, der Billy C Farlow nach dem plötzlichen Ableben von Little Walter als Harp-Spieler in die James Cotton Blues Band holte.


In den späten Sechzigern dann eine weitere folgenreiche Begegnung: Der Pianist George Frayne und seine Band Commander Cody & His Lost Planet Airmen waren beinharte Oldtime-Country und Rock'n'Roll-Fans und ihre humorige Roots-Musik war ein lokaler Hit in Michigan. Ein fast zwangsläufiger Umzug an die boomende Westküste nach San Francisco brachte der Band den großen Erfolg: einen ausgewachsenen Top Ten-Hit mit "Hot Rod Lincoln" und viele Gigs mit allen Größen der Bay Area-Szene. Billy C Farlow war dabei und schrieb mit "Lost In the Ozone" die Hymne der Band. Mitte der Siebziger war jedoch Schluß mit den Airmen und Farlow zog es wieder zurück in den Süden. Fünf Solo-CDs mit Blues und Rockabilly schlossen sich an, dazu eine Reunion mit dem alten Freund Sam Lay. Heute ist Billy C weiter rastlos unterwegs in Sachen Blues und R & B. Daneben schreibt er an einer Autobiographie mit dem bezeichnenden Titel: "Too Much Fun: A Life of Music and Mayhem". Erste Auszüge auf seiner Webseite (www.billycfarlow.com) lassen auf ein uneingeschränktes und äußerst kurzweiliges Lesevergnügen schließen.

Sänger/Gitarrist/Songwriter Bleu Jackson ist ein Mann des Südens durch und durch. Geboren in Tennessee und schon auf seinem klassischen Debut "Gone This Time" (1993) ein Garant für knochentrockenen Blues und R & B-beeinflußtem Rock im Stil von Little Feat. Jackson bringt "seinen" Blues immer auf den Punkt - schnörkellos und ohne produktionstechnische Extravaganzen. Dies gilt auch für die Alben zwei und drei, "Tennessee Tango" (1997) und "Feel That Thrill" (2000). Bleu Jackson ist heute sehr der regionalen Szene Johnson Citys im Osten Tennessees verhaftet und ein Aushängeschild der preisgekrönten "Good Whiskey Blues"-Veröffentlichungen (auf Taxim) - nicht zu vergessen ein Blues-Geschichtenerzähler von Format ("Flood In Mississippi"), ein versierter Haudegen mit derbem Humor und besonderem Talent für knackig-angeberische Blues-Verse ("Poison Love").

GOOD WHISKEY - das bedeutet: ein oder mehrere Drinks in Ehren bringen mehr als nur eine gute Zeit. Farlow & Jackson kommunizieren auf ihrem neuen Album dazu eine unmißverständliche und pragmatische Haltung, die mit "devil may care" wohl am treffendsten überschrieben wäre. Keine Zeit für Depressionen. Das Leben ist zu kurz. Dass dabei auch musikalisch der Spaß nicht auf der Strecke bleibt, versteht sich von selbst. "Good Whiskey" - das ist down'n'dirty-Southern-Blues und R & B mit Herz

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