Zero
Nothin' Goes Here
katalog-nr. tx 2067
rock - 2002
Zero
NOTHIN' GOES HERE von 1990 ist die zweite Platte der Band "Zero". John Cipollina war zu diesem Zeitpunkt kein reguläres Mitglied und ist nur noch auf dem Live-Track "Gregg's Egg's" vertreten. Die andren Titel des Albums spielte die Band an fünf Tagen und Nächten live im Studio ein. Die Prairie Sun Studios in Cotati, CA, wurden so die Stätte bemerkenswerter Sessions, deren audiophiles Ergebnis mit dieser CD-Neuveröffentlichung von TAXIM endlich wieder neu bewertet werden kann.
Organisch, erdig, relativ frei - so könnte man die Musik bezeichnen, die sich tatsächlich kaum kategorisieren lässt, scherten sich die Musiker doch wenig um zeitgenössische Trends. Die typische Laidback-Haltung vieler Bay Area-Bands zeichnete zwar auch Zero aus, doch hinzu kam ein musikalisches Handwerk, das sich nie in spannungsfreien Endlos-Jams verlor, sondern immer einem imaginären Ziel zustrebte. Nicht zuletzt diese permanente Spannung und der positive Sound von Zero ziehen die Hörer in ihren Bann, und wenn Kimock zu seinen solistischen Höhenflügen ansetzte - zu hören beispielsweise im Jimmy Cliff-Cover "Many Rivers To Cross" - dann wurde das Studio in Cotati zu einem magischen Ort, in dem scheinbar Geheimnisse aus einer anderen Welt enträtselt wurden.
NOTHIN' GOES HERE fing den Sound von Zero auf exemplarische Art und Weise ein. Es war zwar erst das zweite Album von Zero, doch die Intensität ihrer Musik schien auf eine californisch entspannte Post-Hippie-Art grenzenlos zu sein. Diese Band hatte eine "Live"-Aura, die förmlich danach schrie, von der damaligen "state-of-the-art" -24-Spur-Technik eingefangen zu werden. Dafür war die Firma Mobile Fidelity/MFSL genau die richtige Adresse. Leider wurde der Titel jedoch aus vertriebspolitischen Gründen nach kurzer Zeit aus deren Programm genommen und von der Band nur lokal vertrieben, so dass "Nothin' Goes Here" stets zu den gesuchten Raritäten unter den Zero- und Mobile Fidelity-Fans zählte.
Dass die Musik von Zero heute noch fasziniert, liegt nicht nur am Ausnahmemusiker Steve Kimock, sondern auch an der einwandfrei funktionierenden Kommunikation innerhalb des Ensembles. Ob es nun das Marvin Gaye-mäßig groovende "Tongue'n' Groove", die Gänsehautballade "Many Rivers To Cross" oder melodische Fusion-Flüge vom Schlage eines "Tangled" sind - die Musiker von Zero kommunizieren hier auf höchstem Niveau und belegen die These, dass am Anfang eines guten Jams möglichst auch ein guter Song stehen sollte.
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