Anny Celsi - Tangle-Free World
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Anny Celsi
Tangle-Free World

katalog-nr. tx 2084
rock - 2009

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  1. Tangle-Free World (Anny Celsi) 4:30
  2. Thanksgiving in Hollywood (Anny Celsi) 3:18
  3. First Love Freezes (Anny Celsi) 4:20
  4. The Night She Learned to Drive (Anny Celsi) 3:56
  5. Now You Can Hurt Me (Anny Celsi) 3:38
  6. Own Sweet Time (lyrics by Anny Celsi, music by Nelson Bragg) 3:42
  7. Some Velvet Morning (Lee Hazlewood) 3:58
  8. Dream Boy (Anny Celsi) 4:40
  9. A Piece Of Heaven (Anny Celsi) 3:39
  10. Sally Go Round the Roses (Loni Stevens & Zell Sanders) 4:15
  11. Paper Umbrellas (Anny Celsi) 3:48

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Anny Celsi

Mit "Tangle–Free World veröffentlicht Anny Celsi (deren Name man genauso ausspricht wie den Stadtteil Londons, Chelsea) ihr zweites Album, das sich nahtlos an den Vorgänger "Little Black Dress & Other Stories" (2003) anschließt, gleichzeitig aber auch eine konsequente Weiterentwicklung ihres Debüts darstellt. Die aus Portland, Oregon, stammende, aber schon lange im Großraum Los Angeles lebende Sängerin, Gitarristin und Songschreiberin hat schon einige Male ihren 39. Geburtstag gefeiert, was glaubhaft erscheinen lässt, dass sie unter anderem Dusty Springfield, Ellie Greenwich und die von Phil Spector produzierten Girlgroups als prägende Einflüsse und Vorbilder angibt. Wurde "Little Black Dress & Other Stories" von Kritikern auf hymnische Weise mit den Werken von Aimee Mann, Suzanne Vega, Lucinda Williams und Jackie DeShannon verglichen, so glaubt man auf "Tangle–Free World" zudem dezente Anklänge an die späten Beach Boys zu hören. Dies ist nicht verwunderlich, denn ihr Produzent, Mitkomponist und musikalischer Mastermind Nelson Bragg ist der aktuelle Leader von Brian Wilsons Band, The Wondermints und große Teile seines zehnköpfigen Ensembles fungieren als Backup-Formation auf "Tangle-Free World".

Anny Celsi bekennt sich rückhaltlos zu ihrem fortgeschrittenen Alter und macht Americana/Folk-Pop-gefärbte, traditionalistisch angehauchte, aber nie antiquiert klingende Popmusik, ein Sub-Genre, das zu unrecht gerne und voller Abschätzung in die mit Makel behaftete Schublade adult pop abgelegt wird.

Die Kunstfigur, aus deren Perspektive viele ihrer Songs geschrieben sind, ist die patente, durchaus vom Leben geschlagene, aber nie larmoyante und im Herzen jung gebliebene Frau mittleren Alters, die sich nicht unterbuttern lässt. Es ist eben die auf dem ersten Album besungene Frau im kleinen Schwarzen, die eigenhändig an ihrem Wagen einen Radwechsel vornimmt und dabei ebenso einen souveränen Eindruck hinterläßt wie anschließend in der Bar, wo sie sich einen Martini gönnt und dabei allen anwesenden Männern den Kopf verdreht. Selbst den Kopf oben und die Situation im Griff behalten, alle Probleme des Lebens mit Stil und Flair meistern, Hemingways berühmtes grace under pressure, darum geht es nicht zuletzt bei Anny Celsi.

Etliche Songs auf "Tangle–Free World" handeln von der Ankunft ihrer Protagonistin in Los Angeles, ein weiterer davon, wie eine andere Erzählerin diesem Moloch von Metropole mit neuen Lebenszielen den Rücken kehrt. Doch entscheidend ist die dazwischenliegende Zeitspanne, in der sich die gemachten Erfahrungen zu einem schier unentwirrbaren Knäuel verheddern, das dann den Stoff für sämtliche Erinnerungen, Träume und Wünsche liefert. Und genau dort findet Anny Celsi, wie schon der Titel des Albums verrät, die Themen für die meisten ihrer Lieder, zu denen auch die zwei Fremdkompositionen, Neuinterpretationen von "Sally Go Round the Roses" (The Jaynetts) und "Some Velvet Morning" (Lee Hazlewood und Nancy Sinatra) ideal passen. Mögliche Befürchtungen, dass ihr dies zur eitlen Nabelschau geraten könnte, sind fehl am Platze. Anny Celsis Lieder bleiben immer storyorientiert ohne übermäßig textlastig zu sein. Sie bestechen durch Brechungen, feine Ironie und jene Dosis Distanz zur eigenen Person, die ein Abgleiten in pure Selbstbespiegelung, mit der so viele zeitgenössische Liedermacherinnen nerven, verhindert. Sie selbst nennt ihre mit unterkühlter Spannung vorgetragenen Schlaglichter auf schicksalhafte Verstrickungen, die sich im Asphaltdschungel und auf den Boulevards der Dämmerung zutragen, schlicht pop–noir. Musikalische Unterstützung erfährt Anny Celsi neben den Wondermints auch durch ihren Trompete-spielenden Sohn Ivan Pyzow, die Kult-behaftete "60’s Chanteuse" Evie Sands sowie Szenetypen wie Phil Parlapiano (John Prine, Grant Lee Buffalo), Carl Byron (Michelle Shocked, Jim Lauderdale) und Amy Farris (Peter Case, Kelly Willis).

Weitere Titel von Anny Celsi
Siehe auch: Anny Celsis Homepage

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