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Cache Valley Drifters mightyfine.net katalog-nr. tx 3016 country / folk - 1999 lineup track listing Rings (72K) The Man You Are (60K) Someplace Far Away (61K) bestellen |
New Acoustic Music: Was in den 70er
und 80er Jahren ursprünglich ein Begriff von Marketing-Strategen war, macht
für eine Gruppe wie die Cache Valley Drifters aus Santa Barbara/Californien
noch immer Sinn. Mit dem traditionellen Bluegrass-Line-Up aus Banjo, Mandoline,
Gitarre, Bass und Fiddle spielen die Californier eine Musik, in der die traditionell
konservative Bluegrass-Attitüde ersetzt wird durch einen zeitgemäßen
country-folkigen Ansatz, der sogar auch das Rock-Repertoire einbezieht. Und
das nicht erst seit heute. Die vom Multiinstrumentalisten David West und dem
Bassisten Wally Barnick gegründete Band spielte nicht nur drei LP-Produktionen
für das Chicagoer Flying Fish-Label ein, sondern begeisterte auch bei vielen
Live-Auftritten (und hier speziell das Grateful Dead-Publikum) sowie durch die
Arbeit mit der populären, 1984 verstorbenen Folk-Künstlerin Kate Wolf.
Auf diese Weise erspielten sich die Cache Valley Drifters ein Stammpublikum
und wandelten dabei erfolgreich auf dem schmalen Grad zwischen Neo-Traditionalismus
und Newgrass-Innovationen - doch mit dem Erfolg kam die Routine. Nach dreizehn
Jahren ("Acht davon waren wir unterwegs", so Wally Barnick rückblickend)
waren die Cache Valley Drifters müde geworden. Ein Lebensstil ohne die
Unruhe eines Musiker-Lebens "on the road" schien 1985 einigen Band-Mitgliedern
dann doch erstrebenswerter zu sein.
Die Geschichte: Die Cache Valley Drifters gibt es seit dem Jahre 1972. Zu jener
Zeit wurde das californische Santa Barbara zu einem Mekka für akustische
Musik, wie sich Gründungsmitglieder David West und Wally Barnick erinnern.
Zahlreiche Auftrittsmöglichkeiten, viele Festivals und die rege Kommunikation
der Musiker untereinander prägten die Szene. Der 1974 zur Gruppe hinzugekommene
Mandolinist Bill Griffin war zwar von Haus aus Gitarrist, entwickelte aber rasch
außergewöhnliche Fähigkeiten auf diesem klassischen Bluegrass-Instrument.
Als Hausband im angesagtem "Bluebird"-Club in Santa Barbara ergab
sich durch die Bekanntschaft mit Star-Fiddler Byron Berline und dem Ausnahme-Flatpicker
Dan Crary ein Kontakt zum regen Spezialistenlabel Flying Fish. Neben drei Flying
Fish-Platten nahmen im übrigen auch die Produktionen von Kate Wolf für
das kalifornische Kaleidoscope-Label einen umfangreichen Part im Schaffen einzelner
Cache Valley Drifters-Musiker ein.
Schon früh entwickelte die Band ihren fortschrittlichen Stil, und die draufgängerische
stilistische Offenheit der durch die sechziger Jahre geprägten Musiker
polarisierte auf den großen Bluegrass-Festivals das Publikum. Es war sozusagen
eine Frage der Perspektive. Noch heute gibt es im Publikum erstaunte Gesichter,
wenn klassische Rocksongs wie "White Room" (Cream) oder "Delta
Lady" (Leon Russell) im Drifters-Gewand erklingen. Bill Griffin dazu freimütig:
"Wir kommen aus der Hippie-Generation und bringen die Musik ein, mit der
wir aufgewachsen sind. Wir bleiben so unseren Wurzeln treu, aber im Kontext
einer weit zurückreichenden Tradition". Wally Barnick fügt hinzu:
"Wir machen das nicht als Scherz, sondern voller Respekt für das Bluegrass-Genre.
Es sind nur keine Bill Monroe Songs..." Eine Andersartigkeit dieser Art
war vor 25 Jahren durchaus kontrovers. Heute sind die Arrangements der Cache
Valley Drifters etwas abgeklärter. Man ist nicht mehr so radikal, will
niemand vor den Kopf stoßen - sucht aber weiter nach der perfekten Mischung
aus Tradition und Modernität.
Die Rückkehr: Nach neun Jahren Pause wurde David West, Bill Griffin und
auch Originalmitglied Wally Barnick bei privaten Zusammentreffen klar, wie zahlreich
die musikalischen Berührungspunkte noch immer waren; wie einzigartig intuitiv
das Zusammenspiel noch immer funktionierte. Unter Hinzunahme des neuen Gitarristen
Mike Mullins (dem jüngeren Bruder von Originalmitglied Tim Mullins) wurde
im Juni 1994 die Rückkehr der Band für ein einmaliges Reunion-Konzert
und eine CD-Produktion beschlossen. Ihre Reunion beim denkwürdigen Live
Oak Festival vor über 4000 Besuchern war ein überwältigender
Erfolg und trug charismatische Züge. Man nahm sich vor, für die Reunion
CD eine gebührende Zeit einzuplanen, man wollte nichts überstürzen.
So ist "Echoes and Reflections" (Taxim 3007) dann auch die Platte
geworden, die die Cache Valley Drifters schon immer hatten machen wollten. Musikalisch
reifer, inspiriert, voll handwerklichem Können. Highlights wie "White
Room" oder "Boy In The Bubble" (Paul Simon) wurden ergänzt
durch superbe Kompositionen von Bandmitgliedern und befreundeten Songwritern.
Die überragenden gesanglichen und instrumentalen Fähigkeiten der Gruppe
wurden überzeugend illustriert. Nach David Wests hervorragendem 1992er
Solo-Debut "ARCANE" (Taxim 3003) gab es somit 1996 ein weiteres Highlight
für die Drifters-Fansgemeinde.
Angeregt durch viele Studiojobs beschloß David West 1997, nunmehr endgültig
die Drifters zu verlassen. Sein Terminkalender war stets derart voll, daß
kaum noch ein gebührender Raum für die Belange der CVD vorhanden war.
Zudem hatte er bereits damit begonnen, an einem eigenen neuen Bandkonzept (David
West And The Dead Strings) zu arbeiten. Mit dieser Gruppe wollte er sporadisch
großen Künstlern der Rock- und Pop-Welt Tribut zollen, indem er die
seiner Meinung nach bedeutendsten Titel in "Grass"-Manier interpretierte.
Wally Barnick, Bill Griffin und der Ex-Acousticats-Gitarrist Mike Mullins hatten
mit dieser Veränderung in der personellen Struktur der Drifters keine Probleme.
Einer ihrer besten Freunde - gleichzeitig einer der gefragtesten californischen
Studiomusiker/Live-Musiker - Dennis Caplinger erkärte sich nämlich
bereit, de facto immer dann auf Abruf bereit zu stehen, wenn Not am Mann ist.
Das war ein Wort. Um die neue Situation auch gleich entsprechend zu dokumentieren,
begannen Griffin & Co. im November 1997 mit den Arbeiten an einer neuen
Platte - natürlich mit Dennis Caplinger. Das in Erwägung gezogene
und dann auch tatsächlich verwendete Songmaterial ist 110%-ig CVD: Bis
auf eine Mike Mullins-Nummer gibt es nur Coverversionen, vom kultigen "Drift
Away" eines Mentor Williams bis zum "Hollywood Waltz" der Eagles,
und entsprechend der neuen Online-Verbundenheit der Band sollte das Album "mightyfine.net"
heißen.
Den Job des Engineers und Mixers hat Rick Cunha innegehabt, der in Szenekreisen
für seine Arbeiten mit Hearts & Flowers, Waylon Jennings und den Flying
Burrito Brothers bekannt ist.
lineup
The Cache Valley Drifters are:

